Calvary Chapel Leitlinien – Mitarbeit

Mitarbeiter gesucht -dein Beitrag ist wichtig!

Unsere Gemeinde lebt davon, dass sich alle ein Stück weit einbringen und jeder an der einen oder anderen Stelle ehrenamtlich mithilft. Wir verstehen unter Mitarbeit in der Gemeinde letztlich, dass wir einander dienen, als Leib Christi, aus Liebe um Christi Willen.

Was bedeutet dienen?

Dienen ist heute kein sehr verbreiteter Begriff mehr – und mag für viele Ohren zunächst einmal etwas fremd und seltsam klingen. Doch aus Gottes Perspektive hat das Prinzip des Dienens große Bedeutung. Als sie miteinander unterwegs sind, lehrt Jesus Christus seine Jünger, was seine wahren Nachfolger auszeichnen soll. Laut dem Markusevangelium sagt Jesus: „Ihr wisst: Die Herrscher der Nationen, ihre Großen, unterdrücken ihre Leute und lassen sie ihre Macht spüren. Bei euch muss es anders sein! Wer von euch groß sein will, soll euer Diener sein, und wer der Erste sein will, soll allen anderen Sklavendienste leisten. Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für alle Menschen hinzugeben.“ (Markus 10, 42-45).

Diese Einstellung des gegenseitigen Dienens soll also kennzeichnend für Nachfolger Jesu sein –  und damit auch für seine Gemeinde. Nachfolger lernen von ihrem Lehrer und ahmen ihn – ihren Herrn – nach. Jesus selbst führte ein Leben des Dienens. Wie er selbst sagt, ist er nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen. Genau diese Einstellung sollen auch wir als seine Nachfolger haben –  in allen Bereichen des Lebens und natürlich auch in der Gemeinde. Dienen bedeutet konkret, mitzuhelfen, seine Zeit, seine Kraft und seine Ideen einzubringen und manchmal auch vermeintlich unwichtige oder scheinbar unwesentliche Aufgaben zu übernehmen.

Der Leib Christi – was ist das?

Der Apostel Paulus gebraucht das Bild des menschlichen Körpers oder Leibes, um unsere Zusammengehörigkeit in der Gemeinde und unsere Beziehungen zueinander zu beschreiben. In seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth lesen wir folgendes: „Der Körper des Menschen ist einer und besteht doch aus vielen Teilen. Aber all die vielen Teile gehören zusammen und bilden einen unteilbaren Organismus. So ist es auch mit Christus: mit der Gemeinde, die sein Leib ist. Denn wir alle, Juden wie Griechen, Menschen im Sklavenstand wie Freie, sind in der Taufe durch denselben Geist in den einen Leib, in Christus, eingegliedert und auch alle mit demselben Geist erfüllt worden. Ein Körper besteht nicht aus einem einzigen Teil, sondern aus vielen Teilen.“ (1. Korinther 12, 12-14).

Gemäß diesem Bild gehören wir alle in der Gemeinde zusammen und stehen alle in Beziehung zueinander – durch Christus. Wie die Teile eines menschlichen Körpers einander brauchen, so brauchen auch wir in der Gemeinde einander. Und wie der menschliche Körper nur leben und gedeihen kann, wenn alle Teile ihrer Bestimmung gemäß funktionieren, so funktioniert, lebt und gedeiht auch die Gemeinde nur, wenn wir als Mitglieder der Gemeinde, als Glieder des Leibes Christi, miteinander arbeiten und füreinander da sind. Paulus fasst es so zusammen: „Gott wollte, dass es keine Uneinigkeit im Körper gibt, sondern jeder Teil sich um den anderen kümmert. Wenn irgendein Teil des Körpers leidet, leiden alle anderen mit. Und wenn irgendein Teil geehrt wird, freuen sich alle anderen mit. Ihr alle seid zusammen der Leib von Christus, und als Einzelne seid ihr Teile an diesem Leib. So hat Gott in der Gemeinde allen ihre Aufgabe zugewiesen.“ (1. Korinther 12, 25-28a). Wenn wir in diesem Sinne als Leib Christi zusammenwirken und zusammenarbeiten, bedeutet dies konkret, dass wir uns als Teil eines Teams verstehen und uns auch umeinander kümmern.

Was ist hier mit Liebe gemeint?

Den letzten Abend vor der Nacht, in der er verraten wurde, verbrachte Jesus zusammen mit seinen Jüngern. Der Apostel Johannes berichtet uns in seinem Evangelium, in den Kapiteln 13-17, was Jesus an diesem Abend sagte und tat. Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße als Ausdruck seiner Liebe gewaschen hatte, eine für damalige Verhältnisse geradezu skandalöse Selbsterniedrigung, gab Jesus ihnen folgendes Gebot: “Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Ihr sollt einander lieben! Genauso wie ich euch geliebt habe, sollt ihr einander lieben! An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.” (Johannes 13,35).

Als seine Jünger sind wir von Jesus dazu aufgefordert einander zu lieben, genauso wie Jesus uns geliebt hat. Durch sein Beispiel an diesem letzten Abend, als er seinen Jüngern die Füße wusch, zeigte Jesus dass unsere Liebe, um wahre Liebe zu sein, in Taten umgesetzt werden muss: “Unsere Liebe darf nicht nur aus schönen Worten bestehen. Sie muss sich in Taten zeigen, die der Wahrheit entsprechen: der Liebe, die Gott uns erwiesen hat.” (1 Johannes 3, 18).

Das neue Gebot, das Jesus hier seinen Jüngern gibt, gibt ihnen die Motivation und den Antrieb, die für ihre Nachfolge notwendig ist: Liebe. Aus Liebe sollten und müssen wir in der Gemeinde mitarbeiten – nicht aus bloßem Pflichtgefühl. Wir sollen und können mit Freude dabei sein und uns einbringen – nicht nur, weil es halt sein muss. Dieser Haltung dürfen wir nachstreben. Wir davon überzeugt, dass dabei die Gemeinde als Ganzes aber auch jeder Einzelne von uns gewinnt.

Wie kann ich mitarbeiten?

Der Dienst der Gemeinde ist gegenwärtig in vier Hauptarbeitszweige aufgeteilt:

  • Gottesdienste: Derzeit finden jeweils sonntagmorgens zwei Gottesdienste für jedermann statt. Dort gibt es immer etwas zu tun.
  • Kleingruppen: Hausgruppen, Bibelkreise, Interessensgruppe sowie unsere Hauskirche in Reute – in den verschiedenen Formen unserer Kleingruppen kann man sich auf unterschiedliche Weise einbringen.
  • Mission und Diakonie: Wir wollen die gute Nachricht von Jesus Christus in Wort und in Tat bekannt machen, vor Ort in Freiburg, aber auch weltweit – entsprechend vielfältig sind die Optionen zur Mitarbeit.
  • Kinder & Jugend: Sonntagsmorgens parallel zu den Gottesdiensten sowie bei verschiedenen Veranstaltungen unter der Woche und beim alljährlichen Sola-Sommerlager wollen wir Kindern und Jugendlichen Gott und seine Liebe für sie näher bringen, mit viel Kreativität, Abenteuer, Spaß und Spiel. Mitarbeiter sind höchst willkommen!

Zudem gibt es noch drei Unterstützungsbereiche:

  • Gebäude & Logistik: Unsere zwei Standorte, Saal und Räume in der Innenstadt sowie die W29, müssen in Schuss gehalten werden – und weiter optimiert. Helfende Hände und kreative Köpfe können sich hier ausleben.
  • Verwaltung: Das Büro der CCF kümmert sich um die Organisation und den Papierkram.
  • Kommunikation: Wir wollen, dass die Menschen innerhalb und außerhalb sich gut informiert empfinden und verstehen, was die Calvary Chapel will und tut. Dazu nutzen wir unsere Website, soziale Medien, Flyer, Poster und andere Medien.

Welche Rolle spielt Christus für unsere Mitarbeit?

In seinem Brief an die Gemeinde in Kolossä lobt der Apostel Paulus Jesus Christus mit folgenden Worten: „Christus ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der erstgeborene Sohn des Vaters, aller Schöpfung voraus und ihr weit überlegen. Alles hat Gott durch ihn geschaffen, und alles findet in ihm sein letztes Ziel. Er steht über allem, und alles besteht durch ihn. Er ist das Haupt des Leibes, das heißt: der Gemeinde. Er ist der Anfang der neuen Schöpfung, der Erstgeborene aller Toten, der zuerst zum neuen Leben gelangt ist, damit er in jeder Hinsicht der Erste sei.“ (Kolosser 1, 15 & 16b-18).

Für uns sind hier zwei Punkte besonders hervorzuheben: Erstens findet alles in Christus sein letztes Ziel. Alles. das heißt auch die Mitarbeit in der Gemeinde. Und zweitens, Christus ist das Haupt der Gemeinde. Er ist in jeder Hinsicht der Erste. Jesus Christus selbst ist das Ziel von unserer Mitarbeit in der Gemeinde. Wir wollen in unserer Mitarbeit ihn lieben und ehren, ihm dienen, ihn verherrlichen, seinen Willen tun, seinen Plan entfalten, seinen Namen großmachen. Nicht zuletzt, weil er der Erste und das Haupt der Gemeinde ist. Wir gehören zu seinem Leib, seiner Gemeinde. So erfolgt Mitarbeit in der Calvary Chapel Freiburg immer um Christi willen, für Christus, und in seinem Namen. Wie Paulus im Kolosserbrief hinzufügt: “Alles, was ihr tut und was ihr sagt, soll zu erkennen geben, dass ihr Jesus, dem Herrn, gehört. Euer ganzes Leben soll ein einziger Dank sein, den ihr Gott, dem Vater, durch Jesus Christus darbringt.” (Kolosser 3, 17).

Diese vier Punkte bilden die Grundlage für unser Verständnis von Mitarbeit in der CCF, und wir sind davon überzeugt, dass Mitarbeit nur “funktionieren” kann, wenn sie auf diese Grundlagen aufbaut, und daraus erfolgt – nämlich aus einer demütigen Einstellung des gegenseitigen Dienens, aus einer gelebten Zusammengehörigkeit als Leib Christi, motiviert durch die Liebe Christi für uns, die uns wiederum befähigt einander zu lieben, und das alles um Christi willen.

Wer soll mitarbeiten?

Uns als Gemeinde ist es wichtig, dich nicht zu überfordern oder zu manipulieren. Wenn du unsere Gottesdienste eine Zeit lang besuchst, um unsere Gemeinde kennenzulernen, sollst du dich überhaupt nicht gedrängt fühlen, gleich mitarbeiten zu müssen. Wenn die Gemeinde aber später sozusagen zu deiner geistlichen Heimat wird, bist du eingeladen und aufgerufen, den oben erläuterten, eindeutigen Worten von Jesus Christus und seinen Aposteln zu folgen: Wir sind Leib Christi und haben den Auftrag, einander zu dienen, aus Liebe um Christi Willen – und das geschieht in der Gemeinde, dem Leib Christi, durch Mitarbeit. Du bringst dich mit deinen Gaben und Fähigkeiten in das Leben der Gemeinde ein, um der Gemeinde zu dienen und den Leib zu lieben.

Mit welcher Einstellung soll ich mitarbeiten?

Wie schon erläutert, sollen wir alle als Mitarbeiter diesen Dienst aus Liebe tun, mit einer demütigen Einstellung, um Christus zu ehren. Danach können wir streben. Zudem ist es gut und hilfreich, wenn unsere Haltung auch mehr und mehr folgende Prägungen bekommt:

  •  Bereitschaft zur Nachfolge. Jesus sagt im Lukasevangelium: „Wenn jemand mein Jünger sein will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen“. (Lukas 9, 23). Später schreibt Paulus an die Gemeinde in Ephesus: „Denkt daran, dass Gott euch zum Glauben gerufen hat, und führt ein Leben, das dieser Berufung würdig ist!“ (Epheser 4, 1). Wir ermutigen dich, bei der Mitarbeit in der Gemeinde, aber auch in allen anderen Lebensbereichen, dir deine Berufung als Jünger Jesu stets vor Augen zu halten.
  • Treue zum Evangelium. Paulus schreibt: „Ihr müsst jedoch im Glauben fest und unerschütterlich bleiben und dürft euch nicht von der Hoffnung abbringen lassen, die euch durch die Gute Nachricht gegeben ist.“ (Kolosser 1, 23). Wir ermutigen dich in der Mitarbeit, nie das Evangelium und die Hoffnung, die Gnade und die Liebe, die darin liegen, zu vergessen.
  • Heiligung als Lebensstil. Heiligung bedeutet schlicht und einfach, dass wir als Christen Tag für Tag Christus nacheifern und ihm ähnlicher werden. (2 Korinther 3, 18). Christus ähnlicher zu werden, bedeutet, dass wir einerseits unsere Sünden und sündhafte Gewohnheiten ablegen und abtöten (z.B. Kolosser 3, 5) und andererseits durch den Heiligen Geist in Gnade, Liebe, Glaube und Erkenntnis wachsen (z.B. Epheser 4, 15). Paulus erläutert dieses Prinzip so: „Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der vernünftige Gottesdienst. Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht, und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und gottgefällig und vollkommen ist“. (Römer 12, 1-2).
  • Leben im Geist. Paulus schreibt: „Ich sage aber: Lebt im Geist.“ (Galater 5, 16a). Wir dürfen uns als  Mitarbeiter Christi bei unseren Aufgaben in der Gemeinde ganz auf den Heiligen Geist zu verlassen und müssen nicht zu versuchen, alles aus rein menschlicher Kraft hinzukriegen. Ein Leben im Geist zeigt entsprechend „Frucht“, wie Paulus erklärt: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung“. (Galater 5, 22)
  • Beharrlichkeit im Gebet. Paulus schreibt: „Lasst nicht nach im Beten, werdet nicht müde darin und tut es immer mit Dank!“ (Kolosser 4, 2). Durch Gebet drücken wir unsere Abhängigkeit von Gott aus. Wir bitten ihn um Hilfe und Weisheit, bringen unser Versagen vor ihn und bekommen seine Gnade zugesprochen – durch Gebet leben wir unsere Beziehung zu Gott Tag für Tag.
  • Übereinstimmung mit den Glaubensgrundlagen der Gemeinde und Einordnung in die Leitungsstrukturen. Wer in der Gemeinde mitarbeitet, soll die Glaubensgrundlagen, die sie vertritt, akzeptieren. Zudem unterliegt jede Mitarbeit der pastoralen Aufsicht der Gemeindeleitung. Im Hebräerbrief steht dazu: „Hört auf die Verantwortlichen eurer Gemeinde und folgt ihren Weisungen! Denn sie wachen über euch wie Hirten über die ihnen anvertraute Herde und werden Gott einmal Rechenschaft über ihren Dienst geben müssen. Verhaltet euch so, dass ihre Aufgabe ihnen Freude bereitet und dass sie keinen Grund zum Seufzen haben, denn das wäre nicht zu eurem Vorteil.“ (Hebräer 13, 17). Die Glaubensgrundlagen der CCF findest du im Flyer „Wer wir sind, und was wir glauben“.

Wie erfahre ich mehr zu diesem Thema?

Gerne kannst du auch Teams und Dienste direkt ansprechen und nach Möglichkeiten zur Mitarbeit fragen.

Wir helfen dir auch gerne, deinen Platz in der Gemeinde zu finden. Du kannst die Gemeindeleitung zum Thema Mitarbeit ansprechen, etwa im Anschluss an den Gottesdienst, oder du kannst einen Termin über das Gemeindebüro vereinbaren. Sende einfach eine Mail an ccf@ccfreiburg.de